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Katastrophen

War die Spanische Grippe tatsächlich nur ein Virus oder mehrere?

Stellen wir uns vor, Bilder von Patienten gehen um die Welt, die tiefblau bis schwarz geworden sind. Blut läuft aus Ohren, Nase und Augen. Die Lungen sind ein Schlachtfeld. So erging es einigen Erkrankten bei der Spanischen Grippe ab der zweiten Welle. Die erste war ausreichend, um im Ersten Weltkrieg die Deutschen militärisch auszubremsen, aber man hielt die Sache für überschaubar. Die zweite Welle war die pure Hölle. Die Amerikaner hatten gerade noch rechtzeitig in den Jahren zuvor ihr Medizinwesen revolutioniert mit Hilfe von Skull & Bones, der Royal Society und deutschen Kontakten.

War der Virus mutiert, oder gab es womöglich mehr als einen Virus? In letzterem Fall stellt sich zwingend die Frage nach biologischer Kriegsführung.

Ab 1918 fegte die sogenannte Spanische Grippe über die ganze Welt und tötete zwischen 50 und 100 Millionen Menschen. Im britisch kontrollierten Indien sollen mehr als 17 Mio. Menschen an der Spanischen Grippe gestorben sein. Für viele andere Länder sind zuverlässige Schätzungen schwierig wegen dem Mangel an Bürokratie und weil der Informationsfluss damals von den Regierungen streng zensiert wurde, um Panik zu vermeiden.

Das Buch “The Great Influenza” von John Barry schildert anschaulich, wie die Spanische Grippe innerhalb von wenigen Monaten viel tödlicher wurde, weil sie sich besser an den Menschen anpassen konnte. Wenn ein Erreger zu schnell tötet, sterben zu viele Menschen in kurzer Zeit und der Erreger findet nicht mehr genügend weitere Menschen zum Infizieren. Ein Erreger springt über von Tieren auf Menschen und ist zunächst mäßig gefährlich. Mehr und mehr Menschen stecken sich an und verbreiten den Erreger, der sich dadurch immer besser an den Menschen anpassen kann. Irgendwann ist er dann für den Menschen sehr gefährlich. Die zweite Welle der Spanischen Grippe war ein verheerender Schlag, der die Welt unvorbereitet traf. In Camp Devens in der Nähe von Boston wurden an einem einzigen Tag 1543 Soldaten krank. Bald waren 20% des ganzes Camps befallen. 75% der Kranken brauchten medizinische Behandlung. Es kam zu den verheerenden Lungenentzündungen und blitzartigen Todesfällen. Auch Ärzte und Pfleger starben. Dr. Roy Grist erklärte: Es fängt normal an, dann kommt die brutalste Form von Lungenentzündung, die man sich vorstellen kann. 1993 behauptete Claude Hannoun, der führende Experte für die Grippe von 1918 am Institut Pasteur, dass das Vorläufervirus wahrscheinlich aus China gekommen sei. Es mutierte dann in den Vereinigten Staaten in der Nähe von Boston und verbreitete sich von dort aus nach Brest, Frankreich, auf die Schlachtfelder Europas, das übrige Europa und den Rest der Welt, wobei alliierte Soldaten und Seeleute die wichtigsten Verbreiter waren.

Warum bestehen dann Wissenschaftler heute darauf, dass es nur eine Grippe war und dass keine anderen Erreger mit im Spiel waren? Bei längst vergangenen Seuchen geben genügend Wissenschaftler zu, dass es sich durchaus um einen Mix aus Erregern gehandelt haben kann. Warum also nicht in die gleiche Richtung ermitteln bei der Spanischen Grippe? Weil das Auftreten von mehreren Erregern fast unweigerlich bedeuten würde, dass es sich um eine systematische Kampagne bzw. einen systematischen Angriff handelte. Ein zufälliges gemeinsames Auftreten ist unwahrscheinlich. Der Leiter der US-amerikanischen „Health and Sanitation Section of the Emergency Fleet Corporation“ Lt. Col. Philip Doane erklärte die Deutschen für verantwortlich:

„Für deutsche Agenten wäre es ganz einfach, den Krankheitserreger in einem Theater oder einem anderen Ort, wo viele Menschen versammelt sind, freizusetzen. Die Deutschen haben Epidemien in Europa gestartet. Es gibt keinen Grund, warum sie mit Amerika behutsamer umgehen sollten.“

Belege für Doanes These gibt es keine. Aus aufgehobenen Gewebeproben der US Army sowie aus exhumierten Leichen aus Alaska stückelten amerikanische Forscher später angeblich das Genom des Erregers der Spanischen Grippe zusammen. Jeffery Taubenberger vom Pathologie-Institut der US-Streitkräfte gelang als erstem die vollständige Sequenzierung.11 Seine Partnerin Ann Reid hatte zunächst über ein Jahr lang keinen Erfolg bei der Suche mit Hilfe neuer Methoden wie der PCR-Technik. Proben von nur 77 Soldaten standen zur Verfügung, von denen jedoch nur sieben in die engere Auswahl kamen, da die anderen 70 Männer an einer bakteriellen Lungenentzündung verstorben waren, die als Folge der Viruserkrankung galt, und keine Aussichten boten, dass noch Virenfragmente erhalten blieben im Gewebe. Bei den Gewebeproben eines einzelnen Soldaten gelang erstmals, Teile von Viren-DNS nachzuweisen. Später gelang ein weiterer Treffer bei den Proben eines anderen Soldaten. Der Forscher Johan Hultin extrahierte aus der Leiche einer Frau, die lange im Permafrostboden Alaskas gelegen hatte, weitere DNS. Das heißt, in zehn Jahren Arbeit wurde lediglich nachgewiesen, dass drei Personen aus der damaligen Zeit eine Infektion hatten mit einem Virus aus der Kategorie Influenza A, der von einer Art Vogelgrippe abstammt, die zusätzlich das CRS auslösen kann. Ob noch weitere Erreger damals kursierten, ist damit nicht geklärt. Ob jemand gezielt die Vogelgrippe zu einem Kampfstoff gegen Menschen mutierte, ist ebenfalls nicht geklärt. Wie statistisch relevant ist es, die Gewebeproben von drei Personen zu untersuchen aus einer Gruppe von geschätzten 50 bis 100 Millionen Toten der Seuche(n) damals? Im besten Fall hat man den 16,6-Millionstel Bruchteil der Opfer untersucht. Die Forscher vermehrten das zusammengestückelte, rekonstruierte Virus, untersuchten es und infizierten damit Versuchstiere: Es erwies sich als besonders tödlich, tötete ungewöhnlicherweise auch Hühnerembryonen (damals waren es gehäuft schwangere Frauen und Föten), vermehrte sich stark in Epithelzellen aus menschlichen Bronchien und konnte sich – anders als heutige Influenza-Viren – ohne die Hilfe von dem Verdauungsenzym Trypsin vermehren. Zunächst durften nur Wissenschaftler der amerikanischen Seuchenbehörde CDC damit herumexperimentieren, später verschickte man Proben an Labore der Schutzstufe 3 und publizierte die komplette Gensequenz in Fachmagazinen. Ob an diese Labore und Publikationen wirklich das verschickt wurde, was man aus den drei Leichen rekonstruiert hat, bleibt das Geheimnis des CDC.

Der bekannte Virologe Alexander Kekulé kritisierte das deutsche Gesundheitsministerium, den Ernst der Lage nicht richtig einzuschätzen. Kekulé fordert Einreisekontrollen und „flächendeckende Screenings“. Der Coronavirus sei rund zehnmal tödlicher als die gewöhnliche Grippe.

Kekulés Vorfahre war Mitglied der Royal Society und der Royal Society of Edinburgh, die führenden Wissenschaftsorganisationen des Welfen-Hochadels.

Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Influenza-Pandemieplanung. In seinem Text “Schutz der Bevölkerung vor neu auftretenden Influenzaviren. Bericht der Schutzkommission” von 2006 heißt es:

Für ein Worst-case-Szenario nach dem Vorbild der „Spanischen Grippe“ von 1918 existieren bisher keine adäquaten Planungen. Eine Pandemie vom Typ der „Spanischen Grippe“ (1918) würde – ohne Schutzmaßnahmen – zu 80.000 bis über 1 Mio. Todesopfern in Deutschland führen, also eine Katastrophe im Sinne des Bevölkerungsschutzes darstellen.

In diesem Zusammenhang wird auch die Planung von Maßnahmen zur Abschwächung von Kollateraleffekten auf die Infrastruktur dringend empfohlen, da hierdurch (etwa durch Ausfälle des Transports, der Lebensmittel- oder Energieversorgung) eine größere Gefährdung der Bevölkerung ausgehen kann als durch die Influenza selbst.

Die Umsetzung der im Nationalen Pandemieplan empfohlenen Maßnahmen kommt nach Ansicht der Arbeitsgruppe auf Länderebene teilweise zu langsam voran und ist nicht vollständig. Nur wenige Bundesländer haben ihre Pandemiepläne weitgehend fertig gestellt. Die dringend empfohlene Einrichtung von Schwerpunktklinken wurde aus Kostengründen kaum realisiert. Auch die Beschaffung von erforderlicher Ausstattung sowie Ausbildung und Übung sind auf der operativen Ebene nicht genügend realisiert.

Inzwischen ist man mit den Vorbereitungen weitergekommen, allerdings war die Zielsetzung nur, sich auf eine gewöhnliche Pandemie einzustellen, nicht auf ein Worst Case-Scenario:

Der Nationale Pandemieplan (RKI) basiert auf folgenden Kennzahlen:

  • Erkrankungsrate: 15-50 %
  • Zusätzliche Arztbesuche: 6-21 Mio.
  • Klinikeinweisungen:180.000 – 600.000
  • Tote: 48.000 – 160.000

Diese Zahlen werden für die Hauptwelle der Pandemie („Peak“) von 8 Wochen angenommen. Diese Schätzungen, welche die Basis aller nachgeordneten Pandemieplanungen darstellen, sind jedoch unvollständig und basieren z. T. auf nicht realistischen Annahmen.

Für die Abschätzung eines Szenarios nach Art der „Spanischen Grippe“ sind diese Zahlen zu optimistisch. Beispielsweise geht der Nationale Pandemieplan für alle Szenarien von einer Letalität von 0,4 % aus, obwohl die Letalität der Spanischen Grippe bei 2,5 % lag (einige Quellen gehen bis 8 %). Für das Szenario mit 50 % Erkrankungen würde dies maximal über eine Million Todesopfer in Deutschland bedeuten, wogegen der Nationale Pandemieplan maximal 160.000 erwartet. Die Zahlen für zu erwartende Arztbesuche und Klinikeinweisungen verhalten sich entsprechend.

Der Nationale Pandemieplan sieht die Influenza als isoliertes Geschehen an und fokussiert ausschließlich auf medizinische Maßnahmen. Im Hinblick auf den Zuständigkeitsbereich des BMG erscheint dies nachvollziehbar. Aggravierende Sekundär- und Kollateraleffekte, die den Verlauf einer „Katastrophe“ entscheidend mitbestimmen, wurden jedoch nicht berücksichtigt. Hierzu gehören:

  • Beeinträchtigung der allgemeinen medizinischen Versorgung (für Influenza und andere Erkrankungen), etwa durch krankheits- oder panikbedingten Ausfall von Medizinpersonal.
  • Beeinträchtigung von staatlicher und kommunaler Infrastruktur (z. B. Versorgungsbetriebe, Datennetze, Verkehr).
  • Versorgungsengpässe durch Beeinträchtigung von Unternehmen (z. B. Lebensmittel, Medikamente, Kraftstoffe, Heizstoffe).
  • Panikreaktionen der Bevölkerung (z. B. Hamsterkäufe, Flucht aus Ballungsräumen, Gewalttätigkeiten)

Verharmlosung

In dem Buch “The Great Influenza” von John Barry erfährt man anschaulich, wie die zweite Welle der Spanischen Grippe vor rund 100 Jahren die amerikanischen Städte verwüstete und die US-Regierung den Zeitungen befohlen hatte, die Lage mit schamlosen Lügen zu verharmlosen.

Die erste Welle schien noch handhabbar. Die zweite war die Hölle, da das Virus sich durch den Mechanismus namens “Passage” besser an den Menschen angepasst hatte, nachdem er durch zig Menschen hindurchgegangen war.

Am 10. Oktober 1918 starben 759 Tote Tote in Philadelphia. Früher hatte man 485 Tote pro Woche (alle Ursachen inklusive). Die Leichen stapelten sich oder wurden in Massengräbern verscharrt. In immer mehr Städten war es das gleiche Bild. In Camp Pike, Little Rock gab es 8000 neue Patienten in vier Tagen. Die Namen der Toten wurden nicht mehr veröffentlicht. In der Stadt meldete die Zeitung Arkansas Gazette:

„Die Spanische Influenza ist nur eine normale Grippe – das altbekannte Fieber und Schüttelfrost.“

Tausende und abertausende Zeitungen im Land brachten exakt den gleichen Talking Point, es sei nur eine gewöhnliche Grippe.

Genauso verbreiten heute Kommunisten, moskautreue Neurechte, russische Geheimdienste und zahllose Nachplapperer bei uns im Westen, bei COVID handle es sich nur um eine normale Grippe. Vor Wochen bereits wurde völlig verfrüht diese extreme Sichtweise in den Sozialen Medien herumgeblasen und zu einem regelrechten Mantra gemacht, einem “Talking Point” der endlos kopiert und weiterverbreitet wurde. Man könne den Virus einfach ignorieren, aufhören zu testen, und man würde nichts Ungewöhnliches bemerken, vor allem keine Übersterblichkeit. Inzwischen haben wir Daten zu einer deutlichen Übersterblichkeit und darüber wie das Virus die Lungen aggressiver befallen kann als viele gewöhnliche Erreger. Die COVID-Verschwörungstheoretiker krallen sich an jede noch so schwache Studie oder Einzelmeinung, die die Gefährlichkeit der Krankheit möglichst niedrig einschätzt und irgendwie zu dem vorgestanzten Talking Point passt. Alles was nicht passt, wird ignoriert oder blitzschnell verworfen. Zeitweise nutzte man die zeitlich stark hinterherhinkenden EuroMOMO-Zahlen, wo noch keine Übersterblichkeit herauslesbar war. Inzwischen sieht man auch bei MOMO die Übersterblichkeit und die COVID-Truther suchten deshalb schleunigst woanders nach Bestätigung.

Die Verleger wurden damals bei der Spanischen Grippe bedroht von der US-Regierung: Druckt nur Konstruktives, wie etwa Empfehlungen zu Präventivmaßnahmen. Der Los Angeles public health director meinte: Es gäbe keinen Grund zum Alarm, wenn gewöhnliche Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Wascht euch einfach die Hände etc. und das reicht. 48 Stunden später ließ er panisch alle öffentlichen Veranstaltungs und Treffpunkte schließen.

Die COVID-Truther klingen heute identisch mit ihren Beteuerungen, dass man mit Händewaschen und etwas Abstand seine Pflicht getan hätte, genauso wie bei der normalen Grippe. Auch mit diesem Talking Point wird unterstellt, man hätte nie einen Lockdown machen dürfen. Die COVID-Truther hätten anscheinend, wären sie an der Macht, nur dumm zugeguckt bei der Pandemie, und auf das beste gehofft.

The Bronxville , New York, Review Press und der Reporter berichteten damals gar nichts eine lange Zeit zur Spanischen Grippe. Dann beklagte man Alarmismus. Die Angst sei das größere Problem als die Krankheit. Der Illinois superintendant of public health wollte in vertraulichem Treffen vorschlagen, alle Firmen zeitweise dichtzumachen. Er wurde rigoros abgeblockt. Angst töte mehr Leute als die Epidemie, hieß es. Im Cook County Hospital gab es eine Todesrate von rund 40% bei Influenza. Literary Digest, eine der am weitesten verbreiteten Publikationen im Land, meinte: Die Angst ist der größte Feind. Zig andere Zeitungen brachten exakt das gleiche Mantra.

Die COVID-Truther haben sich heute regelrecht in einen Wahn hineingestusst mit dem Mantra, man solle bloß keine “Panik” haben und “Panikmache” akzeptieren. Wenn jemand das Virus ernst nimmt und wenn Standard-Maßnahmen ergriffen werde, dann schreien sie, das wäre Panik. Gleichzeitig verbreiten die Truther Panik vor einer vermeintlichen COVID-Diktatur in Deutschland, für die aber das notwendige Personal fehltDie echte COVID-Diktatur in Russland ignorieren sie.

Viraler Stuss der US-Regierung

In den Werbeanzeigen von Vicks Vapo Rub hieß es damals, die Krankheit sei “nur die altbekannte Grippe, unter neuem Namen.” Bürgermeister und Gouverneure ließen sich mit exakt den gleichen Statements zitieren am laufenden Band. Der Public Health Service der US-Regierung ließ gebrauchsfertige Druckerplatten herstellen mit identischer Propaganda und verschickte die Platten an zehntausende Zeitungen. Millionen Pamphlete und Poster mit dem Stuss wurden zusätzlich gedruckt mit dem Geld des Roten Kreuzes. Als Gesundheitstipps gab es Weisheiten wie “Seien Sie hygienisch. Kauen Sie ihr essen gründlich.” Immerzu hieß es, die Situation sei unter Kontrolle.

Die COVID-Truther benutzen heute die Sozialen Medien und versuchen, den Eindruck zu erwecken, viele individuelle Meinungen abzubilden. In Wirklichkeit bringen sie immer die gleichen vorgestanzten Talking Points. Sie verdienen nicht einmal den Begriff “Verschwörungstheoretiker”, weil sie die plausiblen Verschwörungshypothesen weitgehend ignorieren und stattdessen sich eingeschossen haben auf die schwächste Verschwörungshypothese, es handle sich um einen Schwindel (englisch: “Hoax”) bei dem eine “normale Grippe unter neuem Namen” durch “Panikmache” aufgebauscht wurde, um einen Lockdown umzusetzen, den es gar nicht bräuchte, weil “gewöhnliche Vorbeugemaßnahmen wie Händewaschen völlig ausreichend wären” und “Angst das größere Problem sei als das Virus”.

Das Journal der American Medical Association wusste es besser und verwarf samt und sonders die offizielle, gefährliche und fahrlässige Verharmlosungspropaganda. Die Menschen konnten sowieso mit ihren eigenen Augen beobachten, wie ihre Mitmenschen in alarmierender Zahl wegstarben. Die Verharmlosungskampagne hatte eher den gegenteiligen Effekt auf das Publikum.

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