Die Finanzcrash-„Untergangspropheten“ werden wieder und wieder Recht behalten

30. Mai 2017
Comments off
707 Views

Kommentar

Es gibt zuviele teils unseriöse Finanzcrash-Untergangspropheten, um auf jeden einzelnen eingehen zu können. Trotzdem lässt sich generell sagen, dass sie die einzigen waren bzw. sind, die die existenziellen Gefahren ansprechen, denen wir jeden Tag ausgesetzt sind. Mit den absonderlichsten Manövern betrieben Regierungen und Zentralbanken nach 2008 Insolvenzverschleppung globalen Ausmaßes. Die Gefahr ist höher denn je, aber es wird leider nicht von der Bevölkerung so wahrgenommen. Die Menschen glauben, dass der Sturm vorübergezogen sei und nun wieder schön Wetter herrscht. Jetzt prügelt man wieder wie vor 2008 auf die miesepetrigen Untergangspropheten ein. Solange, bis die nächste Blase platzt wie etwa der Kreditkartenmarkt oder der Studentenkreditmarkt oder das Aufkaufprogramm der EZB, oder wenn die Kredite in der Eurozone überfaul werden oder wenn die Demografie und die Sozialhilfeempfänger und Migranten Deutschland wie eine Bleiente unter die Wasseroberfläche ziehen. Dann gibt es die nächste Kettenreaktion und die Bürger stehen plötzlich mitten in einem Hurrikan mit heruntergelassenen Hosen.

Das Finanzsystem ist im Kern durch und durch verrottet. Es ist, wie es ist. Da kann eine Schön-Wetter-Phase am Aktienmarkt nichts daran ändern. Wer sein ganzes übriges Geld wieder in den Papiermarkt steckt, hat den Verstand verloren. Die Rettungsaktionen haben eine noch viel größere Blase geschaffen, die zwangsläufig platzen muss.

Die Folgen des 2008-er Crashs sind nie geheilt. Unzählige Menschen in Europa und den USA haben ihre Existenz verloren und stehen arbeitslos in der Gegend herum. In Südamerika sind große schmerzhafte Pleiten alle paar Jahre üblich. Die Wahrnehmung der Medien und der Menschen läuft der Realität immer zehn Schritte hinterher weil die Leute nur das hören wollen, was ihnen gefällt. Die Lüge wird verehrt und die Wahrheit gehasst.

Anstatt immer auf Untergangspropheten einzudreschen, die natürlich nicht exakt die Zukunft vorhersagen können, sollte man eine Menge Dresche verteilen an die Schönwetter-Propheten, die völlig unseriös das Märchen predigen, laut dem die Rückkehr des Sonnenscheins immer künftig garantiert ist.

Sobald die nächste Blase platzt oder ein AKW, folgt wieder der Ansturm auf Zivilschutz-Güter wie Langzeitlebensmittel und natürlich ist dann das Angebot zu knapp, um die Nachfrage zu erfüllen. Das bedeutet ewige Wartezeiten, unerfüllbare Bestellungen und explodierende Preise auf dem Schwarzmarkt. Zivilschutz-Güter soll man anhäufen, wenn die Lage ruhig scheint, denn ruhig ist sie in Wirklichkeit nie. In diesen Schein-Ruhe-Phasen kann man davon profitieren, dass die meisten Bürger die Gefahr nicht wahrnehmen. In den Aufruhr-Phasen sollte man bereits eingedeckt sein.

Vor ein- oder zwei Jahren gab es in den USA und Europa bloße Gerüchte um einen Crash. Die Nachfrage bei Langzeitlebensmittel vervierfachte sich.